Manske, Alexandra : Arbeitskampf nicht nur in Hollywood: Eine Theatergewerkschaft auf Konfliktkurs
DOI: 10.5771/0342-300X-2025-2-155
Seiten 155-157
Zusammenfassung
Der Streik der Hollywood-Kreativen und die Kündigung des deutschen Theater-Tarifvertrags durch die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger markieren Wendepunkte im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen im Kultursektor. Die einstmals schwache Bühnengewerkschaft verzeichnet traumhafte Mitgliederzuwächse, die an die Sturm- und Drangphase der Gewerkschaftsbewegung erinnern. Der Beitrag zeigt, wie sich Künstler*innen kollektiv gegen schlechte Arbeitsbedingungen wehren, für eine faire Anerkennung ihrer Arbeit kämpfen – und sich damit konträr zu einflussreichen Zeitdiagnosen verhalten, welche Künstler*innen als prekarisierungsbereite Bohemians betrachten.
Schlagworte: Arbeitsbedingungen, Neue Arbeitskampfformen, Arbeitspolitik, Industrielle Beziehungen, Kultursektor
Abstract
The strike of Hollywood creatives and the termination of the collective bargaining agreement by the German stage union GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger) mark turning points in the fight for better working conditions in the cultural sector. The once-weak stage union is seeing tremendous membership growth reminiscent of the labour movement's heyday. The article shows how artists unionise and advocate for better working conditions, positioning themselves in direct opposition to important diagnoses of our time that view artists as bohemians willing to accept precarious conditions.